Provenienzforschung in der außereuropäischen anthropologischen Sammlung der Universitätsmedizin Rostock

Das Projekt Provenienzforschung in der außereuropäischen anthropologischen Sammlung der Universitätsmedizin Rostock wird von der  Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste (siehe Pressemitteilung) für den Zeitraum vom 15.9.2020 bis zum 14.9.2021 gefördert. Der Arbeitsbereich Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Rostock und das Institut für Anatomie untersuchen eine Sammlung menschlicher Überreste, die zum Teil aus ehemaligen Kolonien stammen. Vor rund 100 Jahren hatte der Mediziner Friedrich Merkel (1845–1919) eine „Rassenschädelsammlung“ begründet. Die im Rahmen des Forschungsprojekts gesammelten Informationen sollen als Grundlage für einen Austausch mit den Herkunftsgesellschaften genutzt werden und den wissenschaftlichen Dialog fördern. Zudem soll über einen ethisch guten Umgang mit den „Human Remains“ diskutiert und entsprechende Leitlinien erarbeitet werden. Diese ethische Reflexion wird auch in der studentischen Lehre berücksichtigt werden.