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QB2- Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin

Im Querschnittsbereich 2 wird den Studierenden der Medizin die Geschichte, Theorie und Ethik ihres Studienfaches nahegebracht. Dies erfolgt in Form einer Vorlesung an der Wissenschaftler verschiedenster Fachgebiete beteiligt sind.
Sowohl in durch die Studierenden gestalteten Seminaren als auch in wissenschaftlichen Hausarbeiten können die erworbenen Kenntnisse erweitert und vertieft werden. Das Schreiben einer Klausur zum Abschluss des Bereiches ist ebenfalls möglich.

Wie schreibe ich eine Hausarbeit?

Einführung in das Schreiben einer Hausarbeit

Vorlesungsplan GTE 2017

Komplex I: „Töten und Heilen“

  • 5. April

1. Sitzung: Einführung; Vorstellung des Konzepts (Prof. Lammel)

2. Sitzung: Medizin als Beziehungswissenschaft – Ärztliche Deontologie am Beispiel des hippokratischen Eides (Prof. Lammel)

  • 12. April

3. Sitzung: Ärztliche Sterbehilfe – Juristische Positionen zur Sterbebegleitung (Dr. Glöckner)

4. Sitzung: Rechtliche und ethische Aspekte bei der Behandlung von Frühgeborenen (Dr. Glöckner)

  • 19. April

5. Sitzung: Medizinische Vergesellschaftung – vergesellschaftete Medizin (Prof. Lammel)

6. Sitzung: Patientenverfügung (Dr. Glöckner)

  • 26. April

7. und 8. Sitzung: Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus (Prof. Lammel)

  • 3. Mai

9. und 10. Sitzung: Patientenmorde in psychiatrischen Anstalten in der Zeit des Nationalsozialismus (Priv.-Doz. Kumbier)

  • 10. Mai

11. Sitzung: Forschung an Nichteinwilligungsfähigen? (Priv.-Doz. Dr. Kumbier)

12. Sitzung: Psychiatrie zwischen Autonomie und Zwang – Die Behandlung psychisch Kranker ohne Einwilligung (Priv.-Doz. Dr. Kumbier)

  • 17. Mai

13. Sitzung: Ethische Aspekte hausärztlichen Handelns (Dr. G. Feldmeier)

14. Sitzung: Ethische Konfliktsituationen bei Schwangerschaftsabbruch (OA Dr. Bolz)

  • 24. Mai

15. Sitzung: Wem gehört der menschliche Körper? (Dr. Glöckner)

 

Komplex II: „Körperkonzepte in Geschichte und Gegenwart“

  • 24. Mai

16. Sitzung: Antike Medizin (Priv.-Doz. Rösche)

  • 31. Mai

17. und 18. Sitzung: Außereuropäische Heilverfahren und europäische Medizin (Dr. Lampe)

  • 7. Juni

19. Sitzung: Behinderung und Medizin – ein Spannungsverhältnis (Dr. Patrick Schmidt)

  • 7. Juni

20. Sitzung: Die Ausführungen zur Abtreibung im Kommentar zum hippokratischen Eid des Rostocker Medizin-Professors Peter Memm (1577) (Frau Dr. Michael)

 

Komplex III: „Beobachtung – Versuch – Experiment“

  • 14. Juni

21. Sitzung: Die Augenheilkunde im Spannungsfeld von Körperverständnis, Technik und Ökonomie (Prof. Jünemann)

22. Sitzung: Medizinethik in der DDR (Dr. Bettin, Greifswald)

  • 21. Juni

23. Sitzung: Probleme um die Evidenz-basierte Medizin (Frau Dr. Glass)

24. Sitzung: Die Erfindung der sich selbstaufschreibenden Körper im 19. Jahrhundert (Prof. Lammel)

  • 28. Juni

25. Sitzung: Phytotherapie als Beispiel der Rezeption wissenschaftlicher Evidenz in gesundheitspolitischen Gremien in Deutschland (Frau Prof. Kraft)

26. Sitzung: Wozu brauche ich eine Ethikkommission? (Dr. Glöckner)

  • 5. Juli

25. und 26. Sitzung: Gute wissenschaftliche Praxis (Frau Prof. Brukamp)

 

Beteiligte Hochschullehrer: Dr. Hartmut Bettin (Univ.-med. Greifswald), OA Dr. Michael Bolz (Univ.-med.), Prof. Dr. Kirsten Brukamp (Evangelische Hochschule Ludwigsburg), Dr. Gregor Feldmeier (Univ.-med.), Dr. Änne Glass (Univ.-med.), Dr. Markus Glöckner (Justiziar der Universität), Prof. Dr. Anselm Jünemann (Univ.-med.), Prof. Dr. Karin Kraft (Univ.-Med.), Priv.-Doz. Dr. Ekkehardt Kumbier (Univ.-med.), Dr. Hans Lampe (Univ.-med.), Dr. Susi-Hilde Michael (Univ.-med. / Abt. Öffentlichkeitsarbeit des Rektorats), Priv.-Doz. Dr. Johannes Rösche (Univ.-med.), Priv.-Doz. Dr. Patrick Schmidt (Phil. Fak.) 

Leistungsnachweise GTE 2017

Abschlußprüfung: Klausur (90 min.) am Sa., 8. Juli 2017, 8.00-9.30 Uhr, Auditorium Maximum, Ulmenstraße

Die Klausur besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden 15 Multiple Choice Fragen gestellt, die alle Themen der Vorlesung abhandeln können.
Der zweite Teil besteht aus offenen Fragen, die aus den folgenden Vorlesungen stammen.

Die thematischen Schwerpunkte für die drei offenen Fragen der Klausur:

1. Hippokratischer Eid (2. Sitzung)

2. Medizin im Nationalsozialismus (7. - 10. Sitzung)

3. Wem gehört der menschliche Körper? (15. Sitzung)

4. Medizinethik in der DDR (22. Sitzung)

5. Ethische und rechtliche Aspekte bei der Behandlung von Frühgeborenen (4. Sitzung)

6. Gute wissenschaftliche Praxis (27. und 28. Sitzung)

 

 

Seminarangebot GTE 2017

Mittwochs, 9.15 bis 11.00 Uhr / HS ZIM

Beginn: 5. April 2017

Verantwortlich: Prof. Dr. Hans-Uwe Lammel

Abschlußprüfung: Klausur (90 min.) am Sa., 8. Juli 2017, 8.00-9.30 Uhr, Auditorium Maximum, Ulmenstraße

Block-Seminare (Einschreibung per Email an hans-uwe.lammel@med.uni-rostock.de in der Zeit vom 7. April, 10.00 Uhr, bis 10. April, 18 Uhr):

  • Option I) „Das Alter von der Antike bis in die Gegenwart“, Einführung: 11. April 2017, 19.00 – 20.30 Uhr, SR Augenklinik, Doberaner Straße 140 (Frau Dr. Michael, Prof. Lammel); als Blockseminar 9. – 11. Juni 2017; max. 20 Teilnehmer

Ausgehend von der Situation des alten Menschen in der antiken Welt und einer Lektüre von Ciceros Schrift Über das Alter, werden die Aufgaben des Hospitals und die Stellung der Alten in der mittelalterlichen Gesellschaft, das Altern als Zustand des Glücks, demographische Veränderungen der letzten 300 Jahre, das Altern in der schöngeistigen und autobiographischen Literatur, Gewalt in Altenheimen und Alter und Altern als interdisziplinäre Forschungsaufgabe diskutiert.-> komplette Seminarbeschreibung und Literatur

  • Option II) "Vom Tollhaus zum Psychozentrum" – Zur Geschichte der Psychiatrie und ihrer Krankheitskonzepte, Einführung: 11. April 2017, 18.00 – 20.00 Uhr (Priv.-Doz. E. Kumbier, Frau Dr. K. Haack); als Blockseminar 19. – 21. Mai 2017; max. 20 Teilnehmer  

Das Seminar vermittelt einen Überblick über die Vorläufer sowie die Genese und Etablierung der Psychiatrie als Fachgebiet der Medizin. Der zeitliche Bogen wird vom 17. bis in das 21. Jahrhundert gespannt, wobei der Schwerpunkt im 20. Jahrhundert und den dort verübten Verbrechen an psychisch kranken und behinderten Menschen liegt. Wie konnte es dazu kommen und welche Kontinuitäten und Brüche zeigen sich in der Nachkriegspsychiatrie? Welchen Einfluss hatten die Protestbewegung der 1960er Jahre und die „Neuen Sozialen Bewegungen“ der 1970er Jahre auf die Psychiatrie? In einem zweiten Teil geht es um die Darstellungen psychischer Erkrankungen im Film. Welche (Vor)Urteile transportiert das Medium in die Öffentlichkeit?
Zugleich wird vor dem historischen und gesellschaftlichen Hintergrund diskutiert, welche ethischen Implikationen sich für das heutige ärztliche Handeln ergeben können.
 

  • Option III) Geschichte und Gegenwart der Organtransplantation, Einführung: 13. April 2017, 13.30 – 14.30 Uhr, SR Augenklinik, Doberaner Straße 140 (Frau Professor Kirsten Brukamp, Ludwigsburg); als Blockseminar 12. – 14. Mai 2017; max. 20 Teilnehmer

Die Organ-, Gewebe- und Zelltransplantation ist ein vielfach erfolgreiches, bewundertes und faszinierendes Therapieverfahren, welches allerdings auch zu medizinischen und moralischen Problemen führen kann. Diese Fragestellungen beschränken sich keinesfalls auf die in den Medien besprochenen Unregelmäßigkeiten bei einigen deutschen Transplantationszentren in den letzten Jahren. In diesem Seminar sollen Themen der Geschichte und Ethik der Organtransplantation diskutiert werden.

  • Option IV) Wunscherfüllende Medizin: Ethische, soziale und historische Aspekte, Einführung: 13. April 2017, 14.30 – 15.30 Uhr, SR Augenklinik, Doberaner Straße 140, (Frau Professor Kirsten Brukamp, Ludwigsburg); als Blockseminar 16. – 18. Juni 2017; max. 20 Teilnehmer

Der Wunsch nach subjektiver körperlicher Selbstverbesserung ist weit verbreitet und zeigt sich zum Teil bei besonderen Ernährungs- und Fitnessgewohnheiten, beim Einsatz von Körpermodifikationen oder ästhetischer Chirurgie. In diesem Seminar soll die wunscherfüllende Medizin historisch, sozial und ethisch untersucht werden. Die Themen entstammen vielfältigen Bereichen, unter anderem Genetik und Genomik, da aufgrund zunehmenden Wissens in Zukunft gerade auf diesen Gebieten mit vermehrter Nachfrage zu rechnen ist.

 

Einführung in das Schreiben einer wissenschaftlichen Hausarbeit: 13. und 20. Juni 2017, 19.00-20.30, Prof. Lammel, Anmeldung per E-Mail an hans-uwe.lammel{bei}uni-rostock.de, Räume werden noch bekannt gegeben.