Neuerscheinungen

Seelenarbeit im Sozialismus - Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie in der DDR

Strauß B, Erices R, Guski-Leinwand S, Kumbier E (2022, Hrsg.)

Das Gesundheitssystem galt in der DDR als Vorzeigeerrungenschaft des Sozialismus. Gleichzeitig betrachtete die Staatsführung bestimmte Disziplinen aber auch argwöhnisch als Orte von kritischem Denken und möglichem Widerstand. Insbesondere Psychiatrie, Psychotherapie und Psychologie hatten eine ambivalente Position zwischen Unterdrückung und Autonomieförderung inne. Welche Rolle spielten diese Disziplinen? Und warum scheiterte das staatliche Fürsorgeversprechen insbesondere im Hinblick auf die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung? Diesen und weiteren Fragen gehen die Beiträgerinnen und Beiträger auf den Grund.

Mit Beiträgen von Agnes Arp, Christof Beyer, Stefan Busse, Rainer Erices, Inge Frohburg, Adrian Gallistl, Michael Geyer, Hans J. Grabe, Susanne Guski-Leinwand, Harriet Kirschner, Ekkehardt Kumbier, Andreas Maercker, Thomas R. Müller, Manuel Rauschenbach, Maike Rotzoll, Annette Simon, Monika Storch und Bernhard Strauß.

Das Buch erscheint im März 2022: siehe Ankündigung des Psychosozial-Verlages!

Tagungsband zum Rostocker Workshop am 5. März 2021.

Begerock A-M, Kumbier E, Kipp M (2021, Hrsg.) Aktuelle Herausforderungen bei der Provenienzforschung mit menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten - in Universitätssammlungen: Tagungsband zum Rostocker Workshop am 5. März 2021. Rostock: Universitätsmedizin Rostock. https://doi.org/10.18453/rosdok_id00003056

In Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland beschäftigten wir uns in einem Workshop mit aktuellen Herausforderungen der Provenienzforschung von menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten. Am 5. März 2021 luden wir Experten verschiedener Disziplinen ein, um ihre Erfahrungen auf diesem Gebiet vorzustellen und mit uns zu diskutieren. Alle Teilnehmenden waren bereits in Provenienzforschungsprojekte eingebunden und arbeiten aktuell mit menschlichen Überresten diverser (Universitäts-) Sammlungen. Sie berichteten von best-und-worst-practice-Beispielen ihrer Arbeit, präsentierten aktuelle Fragestellungen im Kontext von Provenienzforschung und gingen auf die damit verbundenen besonderen Herausforderungen ein. Der digitale Workshop erfreute sich mit über 170 internationalen Teilnehmern großer Aufmerksamkeit.

Mit Beiträgen von Karl Heinrich von Stülpnagel, Marius Kowalak, Barbara Teßmann, Birgit Großkopf, Sara Doll, Ivonne Kaiser, Roman Sokiranski, Christoph Reinhart und Wolfgang Pirsig sowie den Vorworten von Ekkehardt Kumbier, Markus Kipp, Anna-Maria Begerock und Sarah Elena Link.

Psychiatrie in der DDR II. Weitere Beiträge zur Geschichte.

Kumbier E (2020, Hrsg.)

Mit dem Erscheinen des ersten Bands zur Geschichte der Psychiatrie in der DDR wurde ein wegweisender Schritt in Richtung einer differenzierten Auseinandersetzung mit diesem Thema gegangen. Der zweite Band nimmt nun weitere Teilbereiche in den Blick und greift bisher kaum beachtete und neue Forschungsergebnisse auf. Das Wirken einzelner Protagonisten wie Helmut Rennert, Hans Szewczyk oder Dietfried Müller-Hegemann ist ebenso Thema wie die Entwicklung diagnostischer und therapeutischer Ansätze, die Fächerdifferenzierung und Spezialisierung oder die Geschichte einzelner psychiatrischer Einrichtungen. Nicht zuletzt wird auch wieder die Rolle der Psychiatrie im gesellschaftspolitischen Kontext untersucht, wobei die interdisziplinäre Autorenschaft vielfältige Denk- und Forschungsansätze ermöglicht.

Mit Beiträgen von Jan Armbruster, Viola Balz, Falk Bersch, Hartmut Bettin, Christof Beyer, Steffen Dörre, Rainer Erices, Alexa Geisthövel, Udo Grashoff, Kathleen Haack, Volker Hess, Franz-Werner Kersting, Martin Kiechle, Ekkehardt Kumbier, Thomas R. Müller, Stefan Orlob, Maike Rotzoll, Lara Rzesnitzek, Holger Steinberg, Maren von Appen und Markus Wahl.

Psychiatrie in der DDR. Beiträge zur Geschichte.

Kumbier E, Steinberg H (2018, Hrsg.)

Die Psychiatrie in der DDR rückt immer stärker in den Blickpunkt der historischen Forschung. Besonderes Interesse gilt dabei der Auseinandersetzung mit sozialpsychiatrischen Reformen, der Entwicklung der Psychotherapie, dem Verhältnis von Psychiatrie und Staatssicherheit und in diesem Zusammenhang auch der Frage nach dem Missbrauch der Psychiatrie. Der Band versucht, dem breit gefächerten Spektrum unterschiedlicher Themen und Forschungsansätze Rechnung zu tragen. Zum ersten Mal wird hier eine Auswahl wissenschaftlicher Arbeiten zusammengeführt, die von verschiedenen Projektgruppen oder Einzelpersonen zur Geschichte der Psychiatrie in der DDR vorgelegt wurden.

Mit einem Vorwort von Paul Hoff und Beiträgen von Jan Armbruster, Viola Balz, Christof Beyer, Stefanie Coché, Rainer Erices, Axel Genz, Udo Grashoff, Kathleen Haack, Lena Hennings, Volker Hess, Hubertus Himmerich, Ekkehardt Kumbier, Matthias Lammel, Marina Lienert, Beate Mitzscherlich, Thomas R. Müller, Stefan Orlob, Maike Rotzoll, Lara Rzesnitzek, Dietmar Schulze, Petra Schweizer-Martinschek, Holger Steinberg, Marie Steinmetz, Sonja Süß, Marie Teitge, Julia Thormann und Francesca Weil.